Und was glaubst Du?

Religiöse Erziehung

Die Arbeit in unseren Einrichtungen ist geprägt von der biblischen Grundaussage des Zutrauens in den Menschen und seinen Fähigkeiten. Die Haltung der pädagogischen Fachkräfte ist gekennzeichnet von Offenheit und Toleranz gegenüber den Kindern und deren Familien. Der Blick unserer MitarbeiterInnen richtet sich nicht auf die Defizite eines Menschen, sondern sucht und bekräftigt seine Kompetenzen.

Im Alltag in der Krippe oder den Kindergärten wird das Kind ermutigt und erfährt: „Ich kann etwas!“ Es entwickelt Vertrauen zu seinen Bezugspersonen und zu sich und seinen Fähigkeiten. Auf diesem stabilen Gerüst aufbauend macht das Kind vielfältige Erfahrungen mit sich und anderen Menschen. Es findet Antworten auf viele Fragen, es hört biblische Geschichten, es lernt die Kirche als einen Ort der Besinnung, der Freude und auch der Trauer kennen und macht erste Erfahrungen mit kirchlichen Ritualen. Es erfährt auch, dass es da etwas gibt, auf das wir keine endgültigen Antworten geben können – etwas, das mit Glauben zu tun hat. Es mögen erst einmal atmosphärische Erfahrungen sein (z.B. gemeinsam gesprochene Gebete oder Segenswünsche), die dem Kind Gemeinschaft und Geborgenheit vermitteln und von denen ausgehend sich ein kindlicher Glaube entwickelt.

Für ein Kind/eine Familie mag ein Tisch- oder Abendgebet in erster Linie ein Ritual sein, das den Tag strukturiert. Für ein Kind kann dies aber auch der Anfang einer Form eines Zwiegespräches mit Gott sein, eine Form der Auseinandersetzung mit dem, was es beschäftigt. Diese Form der Zwiesprache kann wachsen, kann sich verändern, kann aufgegeben und wiederentdeckt werden … aus dem gläubigen Kind mag ein glaubender (und immer noch und immer wieder fragender) Erwachsener werden, der seine Verantwortung für sich, sein Leben und das seiner Mitmenschen und für die Natur übernimmt.

Wir sind eine evangelische Einrichtung. Zu uns kommen aber nicht nur evangelische Familien, sondern Familien unterschiedlicher Konfessionen bzw. Familien, die konfessionell ungebunden sind.

Dies spiegelt sich auch im Umgang mit religiösen Themen wieder. Wenn wir biblische Geschichten erzählen, wenn wir „von Gott und der Welt“ sprechen, ist Offenheit ein Grundprinzip, sind unsere Aussagen ein Angebot für Kinder, sich zu orientieren:

„Ich glaube, dass es so ist, andere Menschen glauben etwas anderes …“

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